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Gemeinsam mit der Landwirtschaft

Die meisten Landwirte fühlen sich der Lebensvielfalt auf ihren Ländereien eng verbunden. Gleichwohl zwingen sie die durch EU und Globalisierung gesetzten ökonomischen Zwänge oft zu Wirtschaftsweisen, die mit der früher gekannten Artenvielfalt der Kulturlandschaft nicht vereinbar sind. Soweit es die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber zulassen, sind sie oft gerne bereit, bei der Erhaltung und Schaffung wertvoller Lebensräume mitzuwirken.

Neu angelegte Blänke auf einer Feuchtwiese im Osten von Münster.

Daher treffen zum Beispiel die Mitarbeiter der NABU-Naturschutzstation bei den Naturfreunden unter den Landwirten häufig auf ein offenes Ohr, wenn sie einen Vorschlag für die Optimierung eines Kleingewässers unterbreiten.

Undenkbar wäre auch die Bilanz der im Rahmen des Projektes „Ein König sucht sein Reich“ neu angelegten Gewässer, ohne die dafür meist kostenlose Bereitstellung der Grundstücke. Mal ist es eine sumpfige Stelle in der Wiese, mal ein zu früheren Zeiten zugeschütteter Tümpel oder eine ungenutzte Brachfläche, die für die Anlage eines Biotops zur Verfügung gestellt werden.

Die Naturschutzverbände und Biologischen Stationen holen nach Unterzeichnung der Einverständniserklärung für die Anlage des Biotops alle erforderlichen Genehmigungen ein, kümmern sich um die Finanzierung und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten in Abstimmung mit dem Grundstückseigentümer.  

Wer dem Beispiel der Landwirte folgen möchte und eventuell auch eine Möglichkeit hat, wo ein Laubfroschbiotop angelegt werden könnte, kann sich an die NABU-Naturschutzstation Münsterland wenden oder an den regional zuständigen Kooperationspartner vor Ort.

Winfried Dahlhaus, Bewirtschafter eines Schweinemastbetriebs in Münster-Häger, stellte der NABU-Naturschutzstation gleich an drei Stellen schwieriger zu bewirtschaftende Flächen für die Anlage von Kleingewässern zur Verfügung. Er konnte damit zur Schließung einer Lücke im Biotopnetz im Norden von Münster beitragen.
Dieses Biotop auf dem Grundstück von Landwirt Dahlhaus wurde grundlegend saniert. Der Kammolch ist schon eingezogen.
Auch dieser Biotop wurde auf dem Grundstück eines Landwirts neu angelegt.