Kinospot für den...
 Jetzt mitmachen!
 Beobachtungen von...
NABU-Stiftung „Naturerbe...
 Jetzt Pate werden

Kleingewässermanagement in Feuchtwiesen am Beispiel des NSG "Brüskenheide"

Das in den 1980er Jahren begonnene Feuchtwiesenschutzprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen war nicht nur für die Wiesenvögel die letzte Chance. Auch seltene Pflanzen, Heuschrecken, Schmetterlinge und Amphibien profitierten von den umfangreichen Unterschutzstellungen und den in der Regel mit Grunderwerb verbundenen Entwicklungsmaßnahmen.

Feuchtwiesenblänke.

Nicht erwartet, aber umso begeisterter zur Kenntnis genommen, wurde dabei der Erfolg auch für die Rettung des Laubfrosches. So stellen heute viele der von den Biologischen Stationen betreuten Feuchtwiesenschutzgebiete wesentliche Bausteine des Grundgerüstes für das Schutzkonzept dar.
Ein Gebiet, dessen sich die NABU-Naturschutzstation Münsterland in Kooperation mit der Bezirksregierung Münster und dem Kreis Warendorf besonders angenommen hat, ist das zu Telgte und Ostbevern gehörende Naturschutzgebiet „Brüskenheide“. Zu Beginn des Projektes „Ein König sucht sein Reich“ existierten zwei angelegte Feuchtwiesenblänken, in denen sich Laubfroschbestände angesiedelt hatten.

Reproduktionserfolgskontrollen belegten jedoch, dass die Bestände aufgrund von Verschilfung, Verbuschung und Überbeweidung rückläufig waren. Auf den in den Folgejahren sukzessive ergänzten landeseigenen Feuchtwiesengrundstücken konnten nach und nach die Weidezäune erneuert, das Beweidungsmanagement optimiert und neue Gewässer angelegt werden. Der Bestand erholte sich rasant und meist waren die neu angelegten Gewässer bereits im Folgejahr von einer größeren Zahl Laubfrösche besiedelt worden. Die ehrenamtlich durchgeführte Laubfroschzählung für den Kreis Warendorf im Jahr 2004 erbrachte dann auch allein für das Naturschutzgebiet „Brüskenheide“ sieben Laich- und zwei Rufgewässer mit einem Gesamtbestand von etwa 250 rufenden Tieren. Damit konnte ein für die Vernetzung der Laubfroschvorkommen im Emstal und dem Raum Münster mit den weiter entfernten Feuchtwiesenschutzgebieten wichtiger Bestandteil des Biotopnetzes gestärkt werden.
 

 Grasfrosch mit Laich. Foto: F. Grawe
Für den Laubfrosch neu angelegtes Gewässer.
Großer Brachvogel.