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Die Drover Heide - letzte Rettung für den Laubfrosch im Rheinland?

Weniger glücklich als im Landesteil Westfalen ist in der Vergangenheit die Bestandsentwicklung des Laubfrosches im Rheinland verlaufen. Nur noch vier sehr kleine und stark isolierte Vorkommen waren zu Beginn des Projektes „Ein König sucht sein Reich“ bekannt. Eine neue Chance hat eine dieser Populationen bekommen, als sich der NABU Düren und die Biologische Station Kreis Düren an dem landesweiten Artenschutzprojekt beteiligte.

In der Drover Heide, einem inzwischen aufgegebenen Truppenübungsplatz der belgischen Streitkräfte, hatte ein akut von der Auslöschung bedrohter Laubfroschbestand überdauert und in den durch den Panzerfahrbetrieb entstandenen Kleingewässern einen Lebensraum gefunden.

Bereits seit langem hatte der NABU und die Biologische Station den für Fauna und Flora sehr wertvollen Übungsplatz im Blick. Der NABU  und die Biologische Station kannten sich somit aus, hatten lange gewachsene Kontakte zu den Ansprechpartnern für den Übungsplatz und nutzten die Gelegenheit, die sich mit dem Start des Laubfroschschutzprojektes bot.

Die Gewässer drohten ohne den Panzerbetrieb zunehmend zu verbuschen und zu verlanden. In enger Kooperation mit dem Eigentümer der Liegenschaft der Bundesagentur für Immobilienaufgaben und weiteren Privatpersonen wurde zwischen 2002 und 2004 an über 50 Stellen auf und im Umfeld des Übungsplatzgeländes ein Netz von Gewässern angelegt. Zusätzlich wurden an den Laichgewässern und potentiellen Laichgewässern Pflegemaßnahmen wie Entbuschungen, teilweises Entschlammen und Vertiefen durchgeführt. Seitdem werden die Maßnahmen in mehrjährigem Abstand fortgeführt.

Nachdem der Laubfrosch wieder Tritt gefasst hat, geht es nun wieder bergauf – Dank des Engagements der NABU-Aktiven und der die wesentlichen Teile der Planung und praktischen Umsetzung übernehmenden Biologischen Station (www.biostation-dueren.de).


Drover Heide. Foto: Biologische Station Kreis Düren