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Landschaftsgeschichte hautnah -
die Dingdener Heide

Zu einem wahren Naturparadies – nicht nur für Laubfrösche – hat sich in den letzten 15 Jahren die Dingdener Heide entwickelt. Doch das war nicht immer so.

Gewässerlandschaft Dingdener Heide. Foto: H. Glader

Lange Zeit drohte dieses zu den bedeutendsten Feuchtwiesenschutzgebieten zählende Areal an der Grenze zwischen Westfalen und Niederrhein das gleiche Schicksal zu nehmen, wie viele andere Feuchtwiesengebiete im Münsterland. Doch dann kam es Dank glücklicher Umstände und des außergewöhnlichen Engagement einiger Mitarbeiter des NABU und der Biologischen Station Wesel – allen voran Hans Glader - noch zu einer Wende im Schicksal dieses Gebietes. In einem für Deutschland einzigartigen Projekt wurde Naturschutz mit der Bewahrung von Kulturlandschaftsgeschichte und regionaler wirtschaftlicher Entwicklung verknüpft.

In fünf Zeitzonen kann man in der Dingdener Heide die unterschiedlichen Zeitepochen dieser Kulturlandschaft erleben – zur Freude des Laubfrosches. Dieser fand allerdings erst den Weg in das Schutzgebiet, nachdem eine professionell vorbereitete Wiederansiedlung des grünen Hüpfers durchgeführt werden konnte. Da der Hauptgrund der Auslöschung der früher dort heimischen Laubfroschbestände – die Vernichtung der Laichgewässer – beseitigt war, entwickelte sich die Laubfroschpopulation unter den aufmerksamen Augen von Hans Glader prächtig. Heute kann man sich im Frühjahr wieder von den beeindruckenden Froschkonzerten aus mehreren hundert rufenden Tieren – begleitet von der Geräuschkulisse der an Wiesenvögeln reichen Feuchtwiesen - berauschen lassen.
Rohrweihe. Foto: H. Glader 
Zwergtaucher. Foto: H. GladerWasserfrösche. Foto: H. GladerUferschnepfe.Die erfolgreiche Wiedervernässung der Feuchtwiesen war nur möglich, weil großflächig die Grundstücke für den Naturschutz erworben werden konnten. Foto: H. Glader