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Der Klatschmohn

Das klassische Ackerwildkraut schlechthin



Der Klatschmohn ist das klassische Ackerwildkraut schlechthin. Die Schönheit der leuchtend roten Blüten hat es bis in die Gemälde von Monet bis Modersohn gebracht und macht die Art zu einem beliebten Bestandteil von Wildblumenmischungen in Gärten. In unseren Ackerflächen ist die Art aber durch die intensive Bewirtschaftung stark zurückgedrängt worden und ist heute in nur wenigen Exemplaren an den Rändern der Felder zu finden.

Die Art gelangte aus dem Mittleren Osten zusammen mit dem Getreide nach Europa. Sie wurde zunächst mit diesem gemeinsam angebaut und zu Würzmittel, Öl oder Sirup verarbeitet. Außerdem wurde der Mohn den Kindern als Schlafmittel ins Essen gemischt. Einige der bekannten Wirkungen beziehen sich jedoch auf den verwandten Schlafmohn, dessen Milchsaft Opiate enthält. Unsere heimischen Mohnarten weisen keine nennenswerte Heilwirkung auf.

Zum Keimen brauchen die Samen Licht, außerdem bevorzugen sie warme kalkreiche Böden. Die dreitägige Blütezeit der einjährigen Pflanze liegt zwischen Mai und August. Die zahlreichen dunklen Samen werden wie bei einem Pfefferstreuer aus der Kapsel gestreut. Der Name leitet sich von dem klatschenden Geräusch ab, das die Blütenblätter beim Zusammenklatschen zwischen den Handflächen erzeugen.

Der eigentliche Klatschmohn (Papaver rhoeas) ist aber nur eine von drei Mohn-Arten, die in Hiltrup vorkommen. Der mindestens ebenso häufige Saatmohn (Papaver dubium) unterscheidet sich mit seinen etwas kleineren, lachsroten Blüten und höchstens 6-8 Narbenstrahlen von dem Klatschmohn mit seinen karminroten Blüten und mehr als acht Narbenstrahlen, wie man die Fahrradspeichen-artigen Strukturen auf dem Deckel der Samenkapsel bezeichnet. Als Seltenheit kann man mit viel Glück im Bereich der Hohen Ward den kleinen Sandmohn (Papaver argemone) entdecken, dessen borstige behaarte Samenkapsel lediglich vier Narbenstrahlen aufweist.

Vor allem im englischsprachigen Raum steht der Klatschmohn als Symbol für gefallene Soldaten – und so denkt man auch bei der Liedzeile „Sag mir wo die Gräber sind, Blumen blüh'n im Sommerwind“ aus dem bekannten Antikriegslied „Sag mir wo die Blumen sind“ sofort an ein Meer aus roten Mohnblüten, das klassische Ackerwildkraut schlechthin.



Klatschmohn – in der Mitte der Blüten sind die zahlreichen Narbenstrahlen gut zu erkennen (Foto: Markus Lowis)



Der Sandmohn hat lachsfarbene Blüten mit sechs Narbenstrahlen (Foto: Ulla Gerber)







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