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Inspiration für Dichter und Denker

Der Laubfrosch ist nicht nur ein erhaltenswerter Teil unseres Naturerbes. Auch in unsere Kultur hat er Eingang gefunden, ließen sich doch Dichter und Denker von ihm inspirieren. So hinterließ er seine Spuren in den Märchen der Gebrüder Grimm, den Versen der Heimatdichter Augustin Wibbelt und Annette von Droste Hülshoff bis hin zu Herrmann Löns.
Ist uns die Fähigkeit, die Vielfalt der Landschaft mit ihren Lebewesen als Teil unserer Kultur zu begreifen, heute abhanden gekommen?



Dat Pöggsken

Pöggsken sitt in'n Sunnenschien,
O, wat is dat Pöggsken fien
Met de gröne Bücks!
Pöggsken denkt an nicks.
Kümp de witte Gausemann,
Hät so raude Stiewweln an,
Mäck en graut Gesnater,
Hu, wat fix
Springt dat Pöggsken met de Bücks,
Met de schöne gröne Bücks,
Met de Bücks in't Water!

Augustin Wibbelt (Originalton hören)

Augustin Wibbelt 
Wie vor alter Zeit

Ein großer Teich war zugefroren,
Die Fröschlein, in der Tiefe verloren,
Durften nicht ferner quaken noch springen,
Versprachen sich aber, im halben Traum,
Fänden sie nur da oben Raum,
Wie Nachtigallen wollten sie singen.
Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
Nun ruderten sie und landeten stolz,
Und saßen am Ufer weit und breit,
Und quakten wie vor alter Zeit.
                              
Johann Wolfgang von Goethe

 

Die Feldmark

Es geht ein Mann durchs bunte Land,
Die Messkelle hält er in der Hand,
„Hier ist ja alles schief und krumm!“
Sieht vor sich hin und misst wohl her:
„Hier ist ja alles kreuz und quer!“
Er blickt zum Bach im Tale hin:
„Das Buschwerk dort hat keinen Sinn!“
Zum Teiche zeigt er mit der Hand:
„Das gibt ein Stück Kartoffelland!“
Der Weg macht seinen Augen Pein:
„Er muß fortan schurgerade sein!“
Die Hecke dünket ihm ein Graus:
„Die roden wir natürlich aus!“
Der Wildbirnbaum ist ihm zu krumm:
„Den hauen wir als ersten um!“
Die Pappel scheint ihm ohne Zweck:
„Die muß da selbstverständlich weg!“
Und also wird mit vieler Kunst
Die Feldmark regelrecht verhunzt.

Hermann Löns

 

Verräterisch

Ein unfehlbares Kriterium der
sittlichen Anlage eines Menschen
ist die Art, wie er Tiere,
besonders solche niederer Ordnung
behandelt.
Denn da meint jeder vor den
Gesetzen der Verantwortung und
der Vergeltung sicher zu sein.

Karl Heinrich Waggerl

 

Zitat aus „In unnütz toller Wut“

„Nachdem ich meinen Computer ausgeschaltet hatte, ging ich ärgerlich
in den Garten. Es dämmerte. Hinter den Wiesen riefen, noch ziemlich leise,
die Kiebitze und die Austernfischer einander zu, und ich fühlte, wie aller
Ärger aus mir herausströmte. Wenn man tot war, müsste man, wenn dieses
liebliche Rufen im noch jungen Frühling erklang, für einen Moment aus der
Erde emporsteigen dürfen, um es noch einmal zu hören. Wer weiß, vielleicht
könnte man es dann auch im Grab recht gut aushalten.“

Marten `T Hart 

 
Daumenschrauben

Es ist nicht genug, daß man verstehe, der Natur
Daumenschrauben anzulegen; man muß die auch
verstehen können, wenn sie aussagt.

Arthur Schopenhauer, (1788 - 1860)

 

 

 

 

      

 

"Froschkonzerte" - eine neue Form der Verbindung von Natur und Kultur

Dr. Gerd Bülter, Vorsitzender der NABU-Naturschutzstation Münsterland, begrüßte die über 300 Gäste im Stadtweinhaus in Münster und stellte die Verbindung zwischen Laubfroschschutz und Kulturereignis her.

In 2005 und 2006 wurden von der NABU-Naturschutzstation Münsterland in Zusammenarbeit mit den NABU Kreisverbänden in Münster, Coesfeld und Warendorf insgesamt drei "Froschkonzerte" organisiert. In stilvollem Ambiente spielte die Junge Kammerphilharmonie NRW auf. Anstelle von Eintritt wurde eine Spende von den Konzertgästen erbeten, die zu Gunsten des Laubfroschschutzes verwendet wird. Mit erstklassiger klassischer Musik konnte Aufmerksamkeit für den Naturschutz und den Schutz des Laubfrosches im Besonderen gewonnen werden. Zudem wurde ein mal ganz anderer Weg gewählt, um den Naturschutzgedanken in die Bevölkerung zu tragen. In 2005 wurde die Veranstaltung von der Natur und Umweltakademie (NUA) gefördert.