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NABU-Aktive im Einsatz

Pflege der "Alten Beverwiese" in Westbevern

Drei Tage lang schufteten insgesamt 16 Helfer und Helferinnen, um eine der wertvollsten Feuchtwiesen des Kreises Warendorf zu pflegen.

Mit einem Balkenmäher, Harken, Heugabeln und Schubkarren ging es im Naturschutzgebiet "Alte Beverwiese" in Handarbeit zur Sache. Die in normalen Jahren zum Einsatz kommenden schweren Maschinen wurden aufgrund der langanhaltend feuchten Witter-ung zur Vermeidung von Schäden an der wertvollen Vegetation nicht eingesetzt. Die Fläche befindet sich im Eigentum des Kreises Warendorf, der auch die Pflege finanziert.

Davon, dass sich der Einsatz lohnt, waren alle NABU-Aktiven fest überzeugt. So konnten sie bei den Ar-beiten auch einige der Arten entdecken, die das Gebiet besonders wertvoll machen. Neben den allesamt auf der Roten Liste der gefährdeten Pflan-zenarten verzeichneten Feuchtwiesenpflanzen Fieberklee, Sumpfblutauge und Sumpfsternmiere waren dies eine Ringelnatter und die aus den Wei-dengebüschen rufenden Laubfrösche. Die Amphibien und Reptilien profitieren von der durch die NABU-Naturschutzstation seit einigen Jahren bei der Pflege eingesetzten amphibienschonenden Mahdtechnik.

Bekannt ist diese Perle unter den Naturschutzge-bieten des Kreises Warendorf seit langem. Daher wurde bereits seit Jahren vom amtlichen und ehren-amtlichen Naturschutz ein Auge auf die Pflege und Optimierung des Gebietes geworfen. Im Jahr 2005 erarbeitete dann die NABU-Naturschutzstation zusammen mit der "Unteren Landschaftsbehörde" des Kreises Warendorf ein Pflege- und Entwicklungs-konzept, das nun Grundlage der Pflegearbeiten war. Seit 2005 ebenfalls erfolgende begleitende Bestands-erfassungen deuten auf einen Aufwärtstrend gefähr-deter Arten hin. So besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich einige der Arten von diesem Refugium aus auf natürlichem Wege wieder in die renaturierten Flussauen an der Ems ausbreiten können.

 

Die Mahd der Feuchtwiese bei herrlichem Wetter machte viel Spaß, zumal auch einige der Raritäten im Gebiet entdeckt werden konnten.

Während in normalen Jahren ein Trecker mit moderner Mahdtechnik zum Einsatz kommt, musste dieses Jahr auf den Balkenmäher der NABU-Naturschutzstation zurückgegriffen werden.

Der spät blühende Fieberklee darf nicht zu früh gemäht werden. Dank der Pflege wächst er inzwischen wieder auf etwa 50 qm im Gebiet.