Die Herrichtung ehemaliger und die Optimierung bestehender Laichgewässer muss immer mit Sorgfalt und unter Rücksicht-nahme auf andere schutzbedürftige Arten erfolgen.
Naturkundlicher Sachverstand ist erforderlich, um die notwen-digen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zu planen und umzusetzen. Leitbild für die Entwicklung der Gewässer sind die Lebensbedürfnisse des Laubfrosches: So müssen auf die Flachwasserzonen schattenwerfende Gehölze beseitigt und Schlammablagerungen ausgebaggert werden. Nährstoff-belastungen durch eindringendes Oberflächenwasser muss durch Pufferzonen oder mit flachen Wällen vorgebeugt werden. Handelt es sich um Kleingewässer, die künstlich mit Fischen besetzt wurden, kann man durch wiederholtes Ablassen des Wassers den Fischbestand abfangen und umsetzen.
Auch bei der Neuanlage von Kleingewässern müssen einige Dinge beachtet werden. Große Bedeutung hat die Planung der Tiefe des Gewässers. Diese sollte so gewählt werden, dass zumindest in trockenen Jahren ein Austrocknen sichergestellt ist, so dass ein eventueller Fischbesatz sich nicht halten kann.
Auch der Standort will gut gewählt sein. Die hydrologischen Bedingungen sollten zu möglichst geringen Wasserstands-schwankungen führen und eine hohe Nährstoffbelastung des Standorts muss ausgeschlossen werden können. Daher eignen sich ehemalige Ackerflächen in den ersten Jahren nach der Aufgabe der ackerbaulichen Nutzung nicht für eine Anlage eines Gewässers. Die veränderte Nutzung führt zu einer starken Freisetzung von Nährstoffen in das Grundwasser und damit auch in das neue Stillgewässer. Sie führen zu einer Eutro-phierung, erkennbar an der starken Algenblüte.
Aufgrund der entwässernden Wirkung und der beschleunigten Einschwemmung von Nährstoffen können in den Flächen liegende Drainagen zu einem Problem werden, wenn diese nicht wirksam inaktiviert werden.
Insbesondere an feuchten Standorten ist weiterhin eine fundierte Planung der Erdarbeiten erforderlich, um unnötige Landschaftsschäden durch Befahren zu vermeiden.
Reicht die Fläche nur für ein kleines Biotop, empfiehlt es sich die Flachwasserzonen vor allem auf der Nordseite des Gewässers vorzusehen. Hier kann sich das Wasser am besten erwärmen und im Uferbereich wachsende Vegetation kann hier weniger schnell zu einer Beschattung führen.
In keinem Fall sollte eine Bepflanzung erfolgen, da gerade die frühen Entwicklungsstadien mit offenen Rohböden für eine Vielzahl spezialisierter Arten als Lebensraum dienen können. Ohnehin wird sich durch Samenflug, Wasservögel und aus dem Samenpotential des Bodens innerhalb kurzer Zeit ein typisches Spektrum von Wasser- und Sumpfpflanzen einstellen. | 


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