Hornissen sind harmlos und nützlich
Getrübte Freude im Kleingarten muss nicht sein
In seinem Kleingarten fühlt sich der Naturfreund wohl, erholt und entspannt sich gerne in frischer Luft vom Alltagsstress, mit Arbeiten, die ihm Spaß machen. Früher wurde größtenteils Gemüse angebaut um den Mittagstisch zu bereichern. Heute schmückt man das kleine Paradies meist mit Blumen und Ziersträuchern. Der Naturfreund hat auch ein Herz für Vögel, hängt Nistkästen auf, und kann die Tiere bei ihrem Brutgeschäft beobachten. Idylle pur - wenn da manchmal nicht unliebsame Untermieter wären…
Denn gelegentlich kommt es auch vor, dass eine Hornissenkönigin, die ihren Überwinterungsplatz verlassen hat, gefallen an einem Vogelnistkasten findet, um hier ihren Staat zu gründen. Wenn sie keine natürlichen Nistmöglichkeiten wie alte abgestorbene Bäume mit Ast- oder Spechthöhlen vorfindet, sucht sie sich in der Nähe des Menschen geeignete Nisthöhlen. Da ist ihr ein Vogelnistkasten gerade recht. Stellt der Mensch die unfreiwilligen Mitbewohner fest, möchte er den Nistkasten am liebsten sofort entfernen, weil er befürchtet, dass es Probleme gibt. Doch sollte man wissen, dass Hornissen vom Aussterben bedroht sind, unter Schutz stehen und sehr nützlich sind. Denn Hornissen fangen als Beute Mücken, alle Arten von Fliegen, Wespen und Gartenschädlingen, welche sie an ihren Nachwuchs verfüttern. Verhält man sich ihnen gegenüber ruhig und stört sie nicht, sind sie sehr friedlich, sodass man auch mit Hornissen gut leben kann. So gibt es Berichte von Gartenbesitzern, die den ganzen Sommer lang mit diesen Insekten verbracht haben, ohne einmal gestochen zu werden. Ausführliche Informationen über den Umgang mit Hornissen bekommen Interessierte bei der Stadt Münster unter der Telefonnummer 492-6715 und bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland, Telefon 02501-9719433.
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