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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster
Tel. 02501 - 9719433
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Sommerliches Stationstreffen in großer Runde auf Haus Heidhorn
Neues NABU-Projekt, Grillwürstchen und erfrischendes Gewitter
Am Mittwoch, den 14. Juli, hatte die NABU-Naturschutzstation Münsterland alle NABU-Naturschutzfreunde und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen zum regelmäßig stattfindenden Stationstreff auf Haus Heidhorn in Hiltrup eingeladen. Mehr als 40 Personen, darunter der jüngste Teilnehmer mit zehn Monaten, waren der Einladung bei hochsommerlichen Temperaturen gefolgt. Die meisten Naturfreunde aus Münster und Umgebung waren mit ihrem Drahtesel in den südlichen Stadtteil am Rande der Davert geradelt.
Dr. Thomas Hövelmann, Geschäftsführer der Station, eröffnete mit einem 15-minütigen Vortrag über das Projekt "Artenreiche Feldflur in Münster" den informativen und unterhaltsamen Abend. Mit einer anschaulichen Präsentation präsentierte Hövelmann das NABU-Projekt zum Erhalt typischer Pflanzen- und Tierarten unserer Äcker. Die NABU-Naturschutzstation Münsterland hat das Projekt mit Unterstützung der Stadt Münster zu Gunsten des Artenschutzes entwickelt. Angeboten werden zukünftig verschiedene, vielfältige Produkte, die einen eindeutigen Zusammenhang mit heimischen Äckern haben. Den Auftakt als erstes Produkt machte das von der Vollwertbäckerei Cibaria entwickelte „NABU-Brot“, ein saftiges Roggenmischbrot mit Biohonig aus regionaler Herkunft, das bereits seit Juni in allen Cibaria- und BioSuperMarkt-Filialen und teilweise auf Wochenmärkten angeboten wird. Der Clou: Von jedem verkauften NABU-Brot gehen 50 Cent in das Projekt. Die erzielten Erlöse setzt der NABU zu 100 Prozent zur Erhaltung des Artenreichtums auf Münsters Äckern ein, durch Anpachtung von Ackerstreifen, Entschädigung von Landwirten und der Einsaat von Wildkräuter-Samen. Weitere Produkte wie z.B. exquisite Mohnblumen-Schokolade und natürliche Kamillenseife sollen schon bald folgen. „Durch die intensivierte landwirtschaftliche Nutzung mit Pestiziden drohen Ackerwildkräuter und natürliche Farbtupfer wie die Kornblume und der Mohn aus unserer Landschaft zu verschwinden. Auch der Verlust der Lebensräume und Nahrungsgrundlagen von Tierarten geht damit einher, die früher typisch für die Kulturlandschaft im Münsterland waren. So bekommt man das scheue Rebhuhn oder singende Feldlerchen kaum noch zu sehen“, bekundete der Stationsleiter. „Was bleibt, wenn jetzt nichts geschieht, kann man als stummen Frühling bezeichnen“.
Anschließend gab es im Garten in großer, geselliger Runde herzhaft belegte Häppchen vom NABU-Brot zu kosten, hauseigene Würstchen vom Grill und kühle Getränke. Umgeben von schattigen Bäumen, ließ es sich trotz Hitze angenehm aushalten, wehte doch hin und wieder ein laues Lüftchen auf Heidhorn. Richtig erfrischend wurde es am späteren Abend, als ein heftiges Gewitter aufzog, das aber keineswegs die gute Stimmung trübte oder das Beisammensein in netter Atmosphäre beendete. Ruck zuck wurden alle Bänke und Tische auf die schützende Terrasse gestellt. Von dort konnte, nebst angeregten Gesprächen, zusätzlich ein Naturschauspiel mit bizarren Blitzen am Himmel bestens beobachtet werden. Nachdem sich das Unwetter ausgetobt hatte, stand selbst einer „trockenen“ Heimfahrt mit Fahrrad nichts mehr im Wege.
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