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Fingerhut und Auerochsen 

Weideführung und Botanik an der Ems beim Waldfriedhof Lauheide 

 
 
Mit nicht nachlassendem Interesse verfolgten am vergangenen Sonntag (20.06.) rund 100 Erwachsene und Kinder die von der NABU-Naturschutzstation Münsterland durchgeführte botanische Führung über den Waldfriedhof Lauheide (in Zusammenarbeit mit der Stadt Münster) sowie  anschließend über die sonst gesperrte Weidefläche in der Emsaue beim Waldfriedhof Lauheide. Der Botaniker Dr. Thomas Hövelmann berichtete zunächst über die botanische Vielfalt und Besonderheiten auf dem Waldfriedhof Lauheide. Besonders interes-sante Flächen sind die mageren Wiesen vor der Trauerhalle, die alte Emsschlinge mit ihren Knabenkräutern und die Reste einer alten Heidefläche. Und dass der Name „Lauheide“ von der „Lohe“ der dort typischen Eichen stammt, wusste auch nicht jeder.
Danach erläuterten die NABU-Naturführer Christian Beckmann und Robert Tilgner auf der Weidefläche die Zusammenhänge zwischen dem natürlichen Verhalten der Weidetiere und der Entwicklung des ganzjährig beweideten Gebietes sowie der Renaturierung der Ems. Ein Höhepunkt der 3-stündigen Führung war die Nähe zu den Heckrindern und Koniks (Wild-pferden). Diese tragen zu einer Artenvielfalt auf der Fläche bei, indem sie diese vor einem starken Bewuchs mit Büschen bewahren und so auch das natürliche Erscheinungsbild der oft gelobten Münsterländer Parklandschaft fördern. Zu der Artenvielfalt gehört u.a. der in den Gewässern erfolgreich angesiedelte Laubfrosch (Projekt „Ein König sucht sein Reich“) und seine Mitstreiter (z.B. Ringelnatter etc.).







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