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„Wildbienenprogramm“ auf Haus Heidhorn begeistert Schüler/innen und Pädagoginnen 

Spannender Exkurs in die Natur mit Bienensong und Bienenhotel bauen 

Den Sachunterricht einmal nicht sitzend hinter einer Schulbank verbringen, sondern mitten in der Natur die Dinge hautnah erfahren und begreifen macht Schülern mehr Freude und das Erlebte bleibt einfacher in Erinnerung. Auch Monika Skornitzke und Ursula Kaptur, beide Lehrerinnen der Klasse 2a, der Davertschule in Amelsbüren und erstmalig mit ihren 7 bis 8-jährigen Schüler/innen bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn zu Besuch, sind begeistert vom praktischen Unterricht ihrer Klasse.

Sabine Kotzan, Landschaftsökologin und Umweltpädagogin auf Heidhorn, hat für die 20 Grundschüler ein vielfältiges und attraktives Programm im Rahmen der Umweltbildung für Schulklassen gestaltet. Wildbienen stehen an diesem Vormittag zwei Stunden lang im Mittelpunkt. Mit einem Bienensong wird das Programm eröffnet. Anhand anschaulicher Zeichnungen der Biologin Birgit Kreimeier werden die verschiedenen Nistweisen der Wildbienen Strophe für Strophe mit einem Augenzwinkern betrachtet. Gleich darauf erfahren die Kinder jedoch, dass die Karikaturen nicht völlig aus der Luft gegriffen sind: Jedes Wildbienenweibchen versorgt seinen Nachwuchs allein und legt dazu Brutzellen in den unterschiedlichsten Materialien an, sogar in leeren Schneckenhäusern. Allein in Deutschland gibt es mehr als 500 verschiedene Wildbienenarten, weltweit sind es 20 000.

„Wenn die Bienen sterben, stirbt auch der Mensch“, erklärt Sabine Kotzan den Kindern die Bedeutung der Wild- und Honigbienen bei der Bestäubung. Wodurch unterscheiden sich die Honig- von den Wildbienen? Wie sieht ihr Körperbau aus? Wer sammelt den Pollen am Bauch und wer an den Beinen? Was ist überhaupt Honig? Die Kinder erfahren in Kürze eine Menge über die emsigen Insekten. Die Honigbiene transportiert den gesammelten Pollen zum Beispiel an ihren Hinterbeinen. Die Mauerbiene sammelt den Pollen am Bauch und schiebt sich rückwärts in ihre Brutröhre, um den Blütenstaub, der ihrem Nachwuchs einmal als Proviant dienen soll, abzustreifen. Den spannenden Pollentransport in die schmale Niströhre können die Schüler auf Haus Heidhorn an der bunten Wildbienennisthilfe aus gebohrten Baumscheiben sogar live beobachten. Anschließend wird eine Bienenbrutröhre nachgebaut und im Garten in kleinen Gruppen mit Pflanzenbildern nach bevorzugten Blüten der Wildbienen gesucht. Die Hummel saugt mit ihrem langen Rüssel den Nektar gerne aus dem Fingerhut, während Bienenarten mit kurzem Rüssel auf offene Blüten angewiesen sind.

Abschließend fertigen die Mädchen und Jungen unter Anleitung des Kunstpädagogen Otto Dürschlag ein kleines Bienenhotel aus Modellierton, um es bei sich zu Hause aufzustellen. Das Wildbienenprogramm auf Heidhorn gefällt allen Kindern wie Erwachsenen gut, nur die Zeit vergeht wie im Flug…







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