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Eltingmühlenbach – Ein Flüsschen der besonderen Art 

Botanischer Spaziergang mit der NABU-Naturschutzstation Münsterland

Eingebettet in eine natürliche Umgebung mit Feuchtwiesen und artenreichen Wäldern, schlängelt sich in der Bauernschaft Schmedehausen bei Greven nahe am FMO sanft ein bezauberndes Gewässer: der Eltingmühlenbach. Der Bach ist ein Kleinod mit Seltenheitswert und gilt als der Vorzeigefluss auf Sandböden im Münsterland. Kristallklares Wasser ermöglicht dem Betrachter einen tiefen Blick ins sandige Flussbett bis auf den Grund. Der Unterlauf des Gewässers ist als europäisches FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) ausgewiesen.

 
 
Von der einzigartigen Schönheit und reizvollen Lage des Fließgewässers konnten sich auch die Teilnehmer einer vom NABU geführten naturkundlichen Exkursion am letzten Samstag überzeugen. Unter Anleitung des Botanikers Dr. Thomas Hövelmann erfolgte eine abwechslungsreiche und informative Begehung. Der Fluss ist von der Quelle bei Lienen bis zur Mündung in die Glane 51 Kilometer lang und fließt dort in die Ems. Bei Vogelgezwitscher ging es ab dem Naturfreundehaus zwischen Eichen und Erlen, alten Rotbuchen und blühenden Pflanzen hügelig bergauf und bergab am Fluss entlang. „Der Eltingmühlenbach besitzt in weiten Bereichen einen noch nicht regulierten Verlauf, die noch ganz natürlich mäandrieren“, erklärte Hövelmann. „Zahlreiche, über fünf Meter hohe Steilhänge konnten sich ausbilden. In den Bachauen sind viele, teilweise gefährdete Tier- und Pflanzenarten heimisch, unter ihnen auch der Eisvogel. Der Eltingmühlenbach ist ein Gewässer mit hoher ökologischer Bedeutung", betonte der Naturschützer. Der Theorie in der Botanik folgte sogleich die Praxis: Frühlingsblüher wie Buschwindröschen, Schlüsselblume, Hopfen, Rote Johannisbeere und etliche mehr wurden zur Begutachtung an die Exkursionsteilnehmer weiter gereicht. Der Baum des Jahres – die Vogelkirsche - wurde bestaunt. Und dass selbst Bäume Sonnenbrand bekommen können, wusste bisher wohl auch niemand. Bei fast sommerlichen Temperaturen wehte stets ein frisches Lüftchen den Bach entlang. Zwar wurde kein türkisfarbener Eisvogel gesichtet, gelohnt hatte sich der botanische Spaziergang aber allemal, waren sich die Teilnehmer einig und überrascht, welche Naturschätze Flora und Fauna in unmittelbarer Nähe bieten. „Eine Artenvielfalt, die aber aktuell durch den Ausbau des FMO gefährdet ist“, mahnte Hövelmann.







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