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Startseite: Presse

 Pflanze des Monats März – die Gemeine Pestwurz

 Sanfte Hilfe und Riesenblätter

Bei dem Namen denkt man vermutlich: der geh ich besser aus dem Weg! Dabei ist das einzig Unschöne an dieser Pflanze ihre Bezeichnung, die wirklich gemein ist. Die Pestwurz (Petasites hybridus), auch Rote Pestwurz genannt, ist eine Heilpflanze mit vielen guten Eigenschaften, die schon die Griechen in der Antike schätzten. Ihr Inhaltsstoff Petasin besitzt schmerzstillende, entzündungshemmende, krampflösende und entspannende Eigenschaften. Erntezeit ist im Frühjahr und Herbst. Das Extrakt hilft z.B. bei Heuschnupfen und gegen Migräne. Im Mittelalter diente die Pestwurz wegen ihrer schweißtreibenden Wirkung als Mittel gegen die Pest - daher ihr Name.
Die Pestwurz gehört wie Löwenzahn und Gänseblümchen zu den Korbblütengewächsen und mag feuchte Standorte an Flussufern, in Niederungen und in Wäldern. Während ihrer Blütezeit zwischen März und Mai bildet sie zuerst nur die typischen rötlichen Blütenkolben. Ihre herzförmigen, glattrandigen und krempigen Blätter wachsen erst nach an der Blütezeit. Dann werden sie aber erstaunlich groß, bis zu einem Meter im Durchmesser! Wanderer und Hirten nutzen diese dann an heißen Tagen gerne als Sonnenhut. So gesehen schützt sie auch gegen Sonnenbrand und ist eine vielseitige und praktische Pflanze. Der wissenschaftliche Name „Petasites“ leitet sich dann auch vom griechischen „Petasos“ für Hirtenhut ab. bedeutet und wurde aus dem wissenschaftlichen Begriff „Petasites“ abgeleitet.
Der NABU-Naturschutzstation Münsterland setzt sich auch für den Erhalt natürlicher Bäche und Ufer ein und hilft somit auch der Pestwurz – trotz ihres gemeinen Namens!







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