Wo gibt es noch Rebhühner?
Der NABU bittet um Meldung von Rebhuhn-Beobachtungen aus dem Münsterland
Auf den abgeernteten Feldern sind jetzt in der freien Landschaft gelegentlich Trupps von Rebhühnern zu beobachten. Der NABU erfasst die Bestände in Münster und bittet daher um Meldung der selten gewordenen Vogelart unserer Feldflur.
Die kleinen Hühnervögel sind unverwechselbar: ihr rotbrauner Körper mit der grauen Brust, die geringere Körpergröße und der kurze Schwanz unterscheiden das im Winter immer in Trupps auftretende Rebhuhn leicht von Fasanen. Anhand der im Winterhalbjahr anzutreffenden "Ketten" können zusätzlich zum grundsätzlichen Nachweis der Tiere auch Aussagen über den diesjährigen Bruterfolg gemacht werden. Rebhühner sind als ursprüngliche Steppenbewohner erst mit dem Ackerbau bei uns heimisch geworden. Durch die allgemeine Intensivierung der Landwirtschaft ist jedoch häufig kein Platz mehr für diesen vertrauten Kulturfolger. Geeignete Standorte mit extensiver Nutzung verschwinden zunehmend aus unserer Kulturlandschaft. Meist fehlen geeignete Neststandorte oder Bereiche, in denen sich die Küken ausreichend bewegen können. Auch fehlt oft die dringend benötigte Körnernahrung in Herbst und Winter, da es kaum noch Brachen oder Stoppelfelder gibt.
Daher ist das Rebhuhn auch in Münster selten geworden und gehört zu den Vögeln, die im Rahmen des von der NABU-Naturschutzstation Münsterland durchgeführten Projektes „Artenreiche Feldflur in Münster“ erfasst werden.
Der NABU bittet um die Meldung von Rebhuhn-Beobachtungen unter der Telefonnummer 02501/9719436 oder per E-Mail an rebhuhn@nabu-station.de, möglichst mit Angaben zu Anzahl und Ort der beobachteten Tiere.
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