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Mit Bahn & Bike durch das hügelige Münsterland
Mit Bahn & Bike von Appelhülsen über Havixbeck und Laer nach Nordwalde bzw. Altenberge
Das Ziel muss nicht der Startpunkt sein. Dank zahlreicher Bahnhöfe auf der Strecke der NaturGenussRoute sind auch vielfältige Varianten für Radler möglich. Der Hauptbahnhof in Münster ist der ideale Ausgangspunkt, da dort sämtliche münsterländischen Schienenstränge aufeinander treffen.
Die hügelige Seite des Münsterlandes lässt sich auf dem Teilstück der NaturGenussRoute von Appelhülsen bis Altenberge erradeln. Die rund 40 Kilometer lange Strecke kann in rund drei Stunden absolviert werden. In den Baumbergen warten dabei einige Steigungen, die sich auf etwa 170 Höhenmeter summieren. Doch gibt es dort auch eine nicht minder reizvolle Variante über das Stift Tilbeck mit seinem gastronomischen Angebot und dem Barfußgang an den Baumbergen vorbei. Auch diese Strecke ist im Radelpark ausgeschildert.
Mit dem Haus Große Schonebeck, Haus Küchling, Frenkingsmühle, Alter Speicher und Westerodemühle warten gleich zum Auftakt zwischen Appelhülsen und Schapdetten zahlreiche historische Herrensitze und Bauwerke auf die Radwanderer. Mit Obstwiesen und landschaftlichen Reizen geizt anschließend das Stevertal nicht. Natur erleben lässt sich im Naturschutzgebiet Baumberge. Dort bieten sich vielfältige Wandermöglichkeiten, ebenso wie zur Einkehr und zum Picknick. Der Longinusturm markiert den höchsten Punkt des Münsterlandes und bietet einen atemberaubenden Weitblick.
In Havixbeck lohnt der alte Ortskern mit Marienkapelle und altem Torhaus eine Rast. Das Baumberger-Sandstein-Museum präsentiert neben lukullischen Genüssen auch stets sehenswerte Ausstellungen nicht nur rund um den beliebten Stein. Das beeindruckende Wasserschloss Haus Stapel mit der 300 Jahre alten Stapelsmühle sind attraktive Stationen auf dem Weg nach Laer. Dort wartet im Ortskern die beeindruckende Kappwindmühle auf die Besucher, sehenswert sind auch das Holskenmuseum und das Haus Rollier/Heimathaus.
In der Nähe Laers wurde in Kooperation mit der Gemeinde und dem Land NRW ein historischer Wölbacker zu neuem Leben erweckt. Die vorhandenen Kleingewässer wurden saniert und neue geschaffen, Hecken gepflanzt und kleine Gebüschinseln sorgen für neues Leben. So kann der Froschkönig in seinem neuen Reich sehr gut leben.
Über Nordwalde - auch ab hier kann die Rückfaher per Bahn angetreten werden - führt der Weg der NaturGenussRoute schließlich nach Altenberge. Dort bietet sich ein Besuch des historischen Eiskellers (an Wochenenden und auf Anfrage) an, einer einzigartigen Anlage im Münsterland, die im Winter zudem als Fledermaus-Quartier dient. (Text: Peter Imkamp, Münstersche Zeitung).
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