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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Fax: 02501 - 9719438
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"Wölbacker" Laer

Zwischen den Gemeinden Laer und Nordwalde befindet sich ein seltenes, wertvolles Kulturerbe, das selbst der aufmerksame Betrachter nicht auf den ersten Blick vermutet: Der Wölbacker Laer.

 




Die Gemeinde Laer kaufte das knapp 6 ha große Areal auf Initiative der NABU-Naturschutzstation. Auf der Grundlage eines vom NABU entwickelten Konzeptes wurden alte, wertvolle Kulturlandschaftselemente vor der drohenden Vernichtung bewahrt und die Lebensräume für den Laubfrosch optimiert. Der Wölbacker zeigt noch das für diese Nutzungsform typische wellige Relief, das von der mittelalterlichen Beetpflügetechnik herrührt. Diese um das Jahr 1000 eingeführte Technik ermöglichte auf den schweren Lehmböden des Kernmünsterlandes die ackerbauliche Nutzung und legte damit die Grundlage für den Wohlstand der Schulzenhöfe. Auf Iher Radtour können Sie die leicht wellige Geländeoberfläche bei genauem Hinschauen erkennen.

 Auf dem Areal wurden verschlammte und zugewachsene Tümpels als Lebensräume für Amphibien und Libellen reaktiviert, Hecken und Gebüsche gepflanzt und ein ehemaliger Maisacker in Grünland umgewandelt. Die eingeführte extensive Beweidung dient der Pflege der Weideflächen und Gewässer. Neben dem Laubfrosch kommen heute auch wieder Kammmolch, Kiebitz und Nachtigall vor. Vielleicht kommen Sie in den Genuss, sofern Sie hier an einem lauen Frühjahrsabend vorbeikommen, einem Duo von Nachtigall und Laubfrosch lauschen zu können. 

Die umfangreichen Optimierungsmaßnahmen im Gebiet erfolgten im Rahmen des NABU-Artenschutzprojektes „Ein König sucht sein Reich“. Seit Projektbeginn konnten mit der Förderung durch das Land NRW die Anlage und Sanierung von mehreren hundert Stillgewässern und teilweise auch der notwendige Flächenerwerb realisiert werden. Mit Erfolg: Die Bestände des Laubfrosches im Münsterland konnten sich nicht nur erholen, sondern gebietsweise sogar stark vermehren. Für den dauerhaften Erhalt des Laubfrosches und der vielen Arten, die seinen Lebensraum teilen, sind aber noch große Anstrengungen erforderlich. Die Biotoppflege und –vernetzung erfordert auch weiterhin das Engagement der Naturschützer. Der NABU hat daher bei der NABU-Stiftung „Naturerbe NRW“ einen eigenen Stiftungsfond für den „Froschkönig“ eingerichtet, um Laubfroschbiotope zu erwerben und neu anzulegen.
 

Laubfrosch

 

Gewässerausbesserung 

 

 

 

Heckenpflanzaktion

 

Kammmolch




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