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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Startseite: Artenschutz > Kiebitz > Maßnahmen

Maßnahmen

Der Rückgang der Kiebitze kann gestoppt werden


Störungsfreie Brut und gute Insektenverfügbarkeit gewährleisten den Bruterfolg

Damit Kiebitze einen ausreichenden Bruterfolg von etwa einem flüggen Küken pro Paar haben, sind auf Ackerflächen vor allem zwei Faktoren entscheidend:

  • Aus den Eiern geschlüpfte Kiebitzküken werden in etwa 35 Tagen zu flüggen Kiebitzen. In dieser Zeit suchen die Küken selbstständig nach proteinreicher Insektennahrung und nehmen über 150 Gramm zu. Bestände von Insekten und weiteren Wirbellosen gehen in unserer Landschaft drastisch zurück. Je weiter die Dichte an verfügbaren Nahrungsorganismen durch Monotonie und Pestizide abnimmt, desto längere Strecken müssen die Küken auf den Brutflächen zurücklegen, um trotzdem satt zu werden. Strukturreichere und für wirbellose Nahrungstierchen interessante Flächen sorgen mit einer hohen Nahrungsverfügbarkeit für satte und fitte Kiebitzküken. "Kiebitzinseln" können den Küken bei ausreichender Grundqualität der Fläche die benötigte Nahrung bieten und ihre Überlebenswahrscheinlichkeit steigern. Nebenbei werden die Inseln aufgrund ihrer Qualitäten auch von weiteren Vogelarten (z. B. Feldlerche, Fasan, Rebhuhn, Großer Brachvogel) für die Anlage von Nestern und die Nahrungssuche genutzt.
  • Flächige Bodenbearbeitung endet für unmarkierte Kiebitznester tödlich. Ab Mitte März muss man bei Anwesenheit von Kiebitzen auf einem Acker mit Nestern rechnen. Der Nestschutz ist eine einfache Möglichkeit die Kiebitzeier vor Bearbeitungsverlusten zu bewahren und zum Schlupf kommen zu lassen.

Feldvogelinsel im Acker (einjährig)

Mit dieser Maßnahme wird die Anlage von 0,5 - 1,0 ha großen Feldvogelinseln (in Ausnahmen bis zu 2 ha) innerhalb von Schlägen mit Sommerkulturen gefördert. Auf diesen Teilschlägen gilt eine Bewirtschaftungsruhe vom 1. April bzw. dem Datum des Vertragsabschlusses bis zur Ernte der angrenzenden Hauptfrucht (spätestens 1. Oktober) sowie der Verzicht auf Düngung, Pflanzenschutzmittel und Befahrung. Vorausetzung ist das Vorkommen von mindestens 3 Feldvogelpaaren, wie z.B. Kiebitz, Feldlerche oder Goldammer. Die Flächenprämie bleibt erhalten. Codierung: 591 (Acker aus der Erzeugung genommen)

Auf diesen selbstbegrünten Inseln stellt sich unter guten Bedingungen eine niedrige, lückige Vegetation ein sowie eine schmackhafte Insektenfauna für die Küken. Besonders nasse Stellen auf Ackerflächen eignen sich für diese Maßnahme.

Ausgleichsbetrag pro Hektar: bis zu 1.201 € (bei Hauptfrucht Silomais; Stand 2021)

Weitere Informationen zu der Maßnahme gibt es bei der Bezirksregierung Münster: https://www.bezreg-muenster.de/de/foerderung/foerderprogramme_a-z/51_feldvogelinseln_im_acker/index.html

Vertragsnaturschutz-Paket 5041: Anlage von Ackerbrachen durch Selbstbegrünung

Die Variante der Kurzzeitbrache bietet die Möglichkeit, offene bis schwach/lückig bewachsene Flächen für Kiebitze und andere Arten zu schaffen. Eine Bodenbearbeitung kann im Herbst oder im Frühjahr erfolgen. Der beste Zeitpunkt hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte im Einzelfall besprochen werden.

Ausgleichsbetrag pro Hektar pro Jahr: 1.150 € (Stand 2021)

Nestschutz

Um den Schlupferfolg deutlich zu erhöhen, ist die Markierung von Nestern sinnvoll.

Vor der beginnenden landwirtschaftlichen Feldbearbeitung werden vorhandene Nester gesucht und unauffällig, aber für die Maschinenführer sichtbar markiert, z.B. mit zwei Stöckern fünf Meter vor und hinter dem Nest. Bei den flächigen Bearbeitungsgängen ist es anschließend mit den Markierungen sehr einfach, auf die Nester Rücksicht zu nehmen.

Um den Bruterfolg ausreichend zu erhöhen, sind darüber hinaus Maßnahmen nötig, die den Lebensraum des Kiebitzes und der Wirbellosenfauna als Nahrung insgesamt verbessern, wie z.B. die Anlage selbstbegrünter Brachen und der Verzicht auf Pestizide.

Die folgenden Bilder veranschaulichen verschiedene Situationen, Probleme und mögliche Lösungen.

 












Kiebitz Nachgelege im auflaufenden Maisacker.

Bearbeitungsverluste sind hier höchstens bei später Gülleausbringung zu erwarten.

Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollte die passende Teilbreite der Feldspritze beim Überfahren des Neststandortes kurz abgeschaltet werden.

Nach dem Schlupf ist die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund der "Sauberkeit" der Flächen häufig nicht gegeben. Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen.



Nachgelege im aufgelaufenen Mais.

Nach dem Schlupf ist die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund der "Sauberkeit" der Flächen häufig nicht gegeben. Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktoin genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen.



Kiebitz Erstgelege auf noch unbearbeitetem vorjährigen Maisacker.

Ohne Nestschutz werden solche Nester bei der landwirtschaftlichen Grundbodenbearbeitung eingearbeitet.

Das große Blütenangebot und die hohe Strukturvielfalt bieten Wirbellosen gute Bedingungen und damit auch den geschlüpften Kiebitzküken eine hohe Nahrungsverfügbarkeit.

Hier könnte durch Anlage einer Kiebitzinsel die Fitness der Kiebitzküken gesteigert weden.



Kiebitz Erstgelege auf früh umgebrochenem Schwarzacker.

Ohne Nestschutz werden solche Nester bei den weiteren landwirtschaftlichen Bearbeitungsschritten verloren gehen.

Nach dem Schlupf ist die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund der "Sauberkeit" der Flächen häufig nicht gegeben. Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktoin genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen.



Kiebitzerstgelege auf altem Maisstoppelacker.

Auf feuchten Standorten und in zusätzlich feuchten Frühjahren kann sich die Möglichkeit der Flächenbearbeitung bis zum Schlupf der Küken hinziehen. Häufig beginnt die Bodenbearbeitung aber wenige Tage vor dem Schlupf der Eier.

In solchen Fällen haben die Altvögel fast vier Wochen der Brutsaison erfolglos in das erste Gelege investiert.

Nestschutz kann hier mit geringem Aufwand die wenigen fehlenden Tage bis zum Schlupf bringen.

Die Anlage einer Kiebitzinsel erhöht die Nahrungs- und Strukturverfügbarkeit für die Kiebitzküken.






















Kiebitz Nachgelege auf alter Maisfläche.

Hier wurde bereits die Gülle mittels Strip-Till streifenweise in den Boden injiziert.

Für den weiteren Arbeitsgang des Maislegens reicht die Markierung des Nestes.

Da das Gelege zwischen den Streifen liegt, könnte es sogar sein, dass die Legemaschine schadlos über das Nest fährt.

Hier wäre auf die Spuren des Treckers und der Stützräder der Drille zu achten, die Bearbeitungsverluste verursachen könnten.

Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen. Auf Strip-Till-Flächen können gedrillte Kiebitzinseln beim Pestizideinsatz ausgespart werden und so zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit führen.



Nachgelege im Strip-Till-Maisacker.

Es fehlt noch der Mais.

Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen. Auf Strip-Till-Flächen können gedrillte Kiebitzinseln beim Pestizideinsatz ausgespart werden und so zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit führen.



Nachgelege im Strip-Till-Maisacker.

Der Mais wurde bereits gelegt.

Etwa fünf Meter vom Nest entfernt steckt in der Bearbeitungsrichtung die Markierung mit weißem Zettel zur besseren Sichtbarkeit.

Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen. Auf Strip-Till-Flächen können gedrillte Kiebitzinseln beim Pestizideinsatz ausgespart werden und so zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit führen.



Nachgelege auf Maisacker.

Der Mais wurde noch nicht gelegt.

Hier wurde der Nestbereich bei den Arbeitschritten schmal ausgespart/umfahren.

Im Hintergrund steckt eine der beiden, jeweils etwa fünf Meter vor und hinter dem Nest in Bearbeitungsrichtung gesetzten Markierungen mit Zettel zur besseren Sichtbarkeit.

Nach dem Schlupf ist die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund der "Sauberkeit" der Flächen häufig nicht gegeben. Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen.







Nachgelege im Strip-Till-Maisacker.

Das Nest wurde zu nah am bearbeiteten Streifen angelegt. Ohne Markierung und Berücksichtigung würde es beim Legen der Maissaat verschüttet.

Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen. Auf Strip-Till-Flächen können gedrillte Kiebitzinseln beim Pestizideinsatz ausgespart werden und so zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit führen.









Nachgelege im Strip-Till-Maisacker.

Der Mais wurde soeben über die injizierten Güllestreifen gelegt.

Das Nest hatte die Bearbeitung aufgrund der Lage zwischen den Streifen schadlos überstanden.

Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen. Auf Strip-Till-Flächen können gedrillte Kiebitzinseln beim Pestizideinsatz ausgespart werden und so zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit führen.



Nestmarkierung auf Strip-Till-Maisacker.

Der Mais wurde hier bereits gelegt.

Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen. Auf Strip-Till-Flächen können gedrillte Kiebitzinseln beim Pestizideinsatz ausgespart werden und so zur Verbesserung der Nahrungsverfügbarkeit führen.



Späteres Nachgelege auf Maisacker.

Die Häufigkeit von Dreiergelegen nimmt im Verlauf der Brutzeit und nach vorherigen Verlusten zu.

Nach dem Schlupf ist die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund der "Sauberkeit" der Flächen häufig nicht gegeben. Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen.



Späteres Nachgelege im gelegten Mais.

Nach dem Schlupf ist die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund der "Sauberkeit" der Flächen häufig nicht gegeben. Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen.



Späteres Nachgelege im gelegten Mais.

Nach dem Schlupf ist die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund der "Sauberkeit" der Flächen häufig nicht gegeben. Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen.



Nachgelege im frisch gelegten Mais.

Bearbeitungsverluste sind hier nicht mehr zu erwarten. Es sei denn, der Mais bekommt noch eine Gülledüngung.

Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollte die passende Teilbreite der Feldspritze beim Überfahren des Neststandortes kurz abgeschaltet werden.

Nach dem Schlupf ist die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund der "Sauberkeit" der Flächen häufig nicht gegeben. Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen.

 

Erstgelege auf unbearbeitetem Maisstoppelacker.

Nach dem Schlupf ist die Nahrungsverfügbarkeit aufgrund der "Sauberkeit" der Flächen häufig nicht gegeben. Selbstbegrünte, im Anbaujahr aus der Produktion genommene Kiebitzinseln können die Nahrungsverfügbarkeit erhöhen.







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