Termine Spenden Kontakt
Startseite
Über uns
Artenschutz
Kiebitz
Ein König sucht sein Reich
Eisvogel
Ringelnatter
Grasfrosch in Davert
Helmazurjungfer
Tagfalter der Davert
Hornissen
Gefährdete Pflanzenarten
Mauersegler
Lebensraumschutz
Landschaftspflege
Weidelandschaften
NaturGenussRoute
Umweltbildung
NABU-Regionalstelle
Naturbeobachtungen
Naturschutz in der Stadt
Presse
Pressearchiv
Mitglied werden
Aktiv sein
Kontakt
Unsere Partner
Impressum

NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

Bankverbindung:
Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 400 501 50
Konto-Nr. 26 00 52 15

IBAN DE 41 4005 0150 00 26 00 5215
BIC WELADED1MST

Startseite: Artenschutz > Hornissen

Hornissen sind friedfertige Tiere

Schlechter Ruf – was ist dran?
Es ist viel zu wenig bekannt, dass  Hornissen erstaunlich friedfertige Tiere sind, die nicht grundlos angreifen; sie sind sogar scheuer als Honigbienen und ziehen es immer vor, einem Konflikt durch Flucht auszuweiden. Wissenschaftlich ist längst erwiesen, dass Stiche von Hornissen nicht gefährlicher sind als die von Bienen und Wespen. Bedingt durch ihre beachtliche Größe (bis 35 mm) und die lauten Fluggeräusche lösen Hornissen oft unbegründete Ängste aus. Wer dann, um die Tiere abzuwehren, um sich schlägt, könnte eventuell gestochen werden. Für den gesunden Menschen stellt ein Hornissenstich aber keine besondere Gefahr dar.


Lebenszyklen eines Hornissenstaates
1.  Nestgründung durch die Königin
Ab Anfang Mai, bei genügend hoher Tagestemperatur, erwacht eine im Herbst des Vorjahres geborene und begattete Jungkönigin aus ihrem Winterschlaf. Sie hat im Holz eines morschen Baumes oder im Erdreich den Winter überstanden. Zuerst unternimmt sie Erkundungsflüge nach einem geeigneten Nistplatz und stillt ihren Hunger am Saft blutender Bäume, und erste Beuteinsekten werden gefangen.
Hat sich die Königin für einen Standort  zur Koloniegründung entschieden, heftet sie hier zunächst einen kleinen Stiel aus selbstgefertigtem Baumaterial an die Decke der Nisthöhle und formt anschließend an dessen Ende die ersten Wabenzellen aus. An die ersten Zellen baut sie weitere an, bald werden alle mit einem Ei belegt sein. Nach fünf bis acht Tagen entwickelt sich daraus jeweils eine kleine Larve, diese durchläuft während der kommenden zwölf bis vierzehn Tage ihre fünf Larvenstadien. Durch ein klebriges Sekret wird die Larve in ihrer Zelle festgehalten, später verhindert ihre Körperfülle das Herausfallen. Aus einer speziellen Drüse produziert sie einen feinen Seidenfaden und spinnt damit einen Deckel über ihre Larvenwiege. So geschützt entwickelt sich während der kommenden dreizehn bis fünfzehn Tage aus der runden, tonnenförmigen Larve eine Hornisse. Das fertige Insekt durchbeißt schließlich den Zellendeckel ohne fremde Hilfe, es schlüpft aus und beginnt sofort damit, der Königin beim Ausbau der Anfangswaben. Das Jungtier fliegt erstmals nach zwei bis drei Tagen aus.  Sobald die ersten fünf bis zehn Arbeiterinnen( nicht begattungsfähige Weibchen) geschlüpft sind, fliegt die Königin nicht mehr aus, denn alle anfallenden Aufgaben übernehmen jetzt die Arbeiterinnen. Diese Tiere sind deutlich kleiner (18-25mm) als die Königin, ihre Lebenserwartung beträgt nur etwa 4 Wochen. Für den weiteren Aufbau eines Volkes müssen zunächst noch viele Arbeiterinnen herangezogen werden. Pausenlos sind alle im Einsatz, schaffen Nahrung, Baumaterial und Wasser heran.

 2.  Ernährung der Brut und Endausbau des Nestes
Größe Völker erbeuten täglich Tausende von Insekten!
Hornissen trennen den Beuteinsekten mit ihren Kiefernzangen (den sog. Mandibeln) Kopf, Beine, Flüge und Hinterbeine ab. Nur das Bruststück – mit der eiweißreichen Flugmuskulatur – wird als Fleischbällchen zum Nest transportiert und hier portionsweise an die Larven verfüttert.
Auch die Königin benötigt eiweißreiches Futter für die Entwicklung ihrer Eierstöcke und für die kräftezehrende Eierproduktion. Um ihren Bewegungsapparat funktionstüchtig zu halten, nehmen erwachsene Arbeiterinnen fast nur noch Kohlehydrate auf. Überall dort, wo an einer verletzen Rinde Baumsaft austritt, schlecken sie die harzige Flüssigkeit; bevorzugt wird der Saft von Eichen, Eschen und Birken.
Aufgenommen wird auch der Saft reifer Obstfrüchte, Hornissen begnügen sich aber meist mit Fallobst.

 

Hornissenausstellung auf Haus Heidhorn
Seit 2009 präsentiert die NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn ihre Hornissenausstellung. Über Jahre hinweg hat der Hornissenexperte Konrad Schmidt diese Ausstellung zusammengetragen und an verschiedenen Orten präsentiert. Nun hat sie ihren endgültigen Platz im Bürotrakt der Station gefunden. Besucher sind herzlich willkommen montags bis freitags von: 9:00 – 15:00

Eine Powerpoint Präsentation zum Thema finden Sie hier zum download (ca. 5MB)

(sie benötigen zur Ansicht Open Office oder Microsoft Powerpoint auf Ihrem Rechner)







Suche 

Spenden Sie für den Schutz unseres Naturerbes !

Die Bewahrung der...



Weidetier-Patenschaften

Die Einrichtung von...



EmsaktionärIn werden !

Ab Spenden in der Höhe...



Treten Sie ein für Mensch und Natur!

Werden Sie...



Nach oben...