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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

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Startseite: Artenschutz > Eisvogel > Gefährdung

Gefährdungen, Beeinträchtigungen und Schutzmaßnahmen

Die Population des Eisvogels im Bereich von Ems, Bever, Werse und Angel zählt zu den bedeutendsten für das Münsterland, vielleicht sogar für ganz NRW. Insgesamt kann der Bestand im näheren Umfeld von Münster derzeit in guten Jahren auf etwa 40 Brutpaare geschätzt werden. Davon lebt ein großer Teil im Stadtgebiet von Münster. Der Brutbestand von ganz Nordrhein-Westfalen wird in der Roten Liste für NRW mit 200-900 Paaren angegeben. Dabei hat Europa insbesondere in den gemäßigten Breiten des Flachlandes eine besonders hohe Verantwortung für den Eisvogel. Dies hat zu einer Aufnahme des Eisvogels in die Liste der prioritären Arten der Vogelschutz-Richtlinie geführt.

Die enormen, witterungsbedingten Bestandsschwankungen des Eisvogels erfordern große Populationen in gut geeigneten Brutrevieren, die Verluste von langen Frostwintern durch gute Vermehrungsjahre wieder ausgleichen können. Kleine Populationen sind anfälliger gegen die Folgen von Extremwintern oder steilwandflutende Sommerhochwässer. Ein Teil der Gewässer in Münster ist für den Eisvogel ungeeignet, weil durch den hohen Versiegelungsgrad im besiedelten Bereich bereits etwas stärkere Regenfälle zu einem Hochwasserereignis in der Brutsaison führen können. Mit dem Klimawandel könnten solche Ereignisse noch häufiger werden und zu einem künftig stärker zu beachtenden Gefährdungsfaktor werden.

Daher wird Handlungsbedarf gesehen, die Eisvogelpopulation im Raum Münster weiter zu stärken. Der Eisvogel kann dabei als Zielart für den Schutz und die Renaturierung der Fließgewässer angesehen werden. Strukturelle Bereicherung durch Schutzmaßnahmen für Eisvögel dienen dem gesamten Fließgewässerökosystem. Im Rahmen der Wasser-Rahmen-Richtlinie der Europäischen Union besteht eine Verpflichtung für die Gebietskörperschaften, zumindest die nicht extrem veränderten Gewässer wieder in einen guten ökologischen Zustand zu überführen. Der Eisvogel kann dabei als Symbol und Werbeträger für die Beseitigung vieler Sünden der Vergangenheit an den Fließgewässern dienen.

Gleichwohl sind den Möglichkeiten, Eisvögeln im Rahmen eines Projektes bessere Lebensräume zu verschaffen relativ enge Grenzen gesetzt. Die meisten Gewässer sind in eine Unterhaltung durch Wasser- und Bodenverbände eingebunden, die den Zielen des Eisvogelschutzes im Regelfall entgegensteht. Viele vorgeschlagene Maßnahmen sind daher in die Zukunft gerichtet bzw. müssten von den Wasserbehörden und/oder Unterhaltungsverbänden im Rahmen der Umsetzung der Wasser-Rahmen-Richtlinie aufgegriffen werden. 


Die Hauptaufgabe des Eisvogelschutzprojektes ist daher in den folgenden Schwerpunkten zu sehen:

 

1. Schutz bestehender Brutplätze und Steilwandstrukturen vor ungewollter Zerstörung durch Information der Wasser- und Bodenverbände, Gewässeranlieger, Kanuverleihe und Kanufahrer, Angelvereine und Angler und der im Bereich von Brutplätzen anzutreffenden Erholungssuchenden.

2. Wenn nötig Optimierung bestehender sowie Neuanlage von Steilwandstrukturen durch örtliche Verbesserungsmaßnahmen.

3. Vorstellung und Erläuterung der Notwendigkeit von Fließgewässerrenaturierungen im Zusammenhang mit der Wasser-Rahmen-Richtlinie durch Ausweitung der Informationsarbeit in der Öffentlichkeit.

 Klicken zum herunterladen des Faltblattes
  Hier können Sie
unser Faltblatt
zum Eisvogelschutz herunterladen.







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