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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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48165 Münster

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Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

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Startseite: Artenschutz > Artenschutzkonzept Feldgrille

Artenschutzprojekt Feldgrille

Zu den größten Kostbarkeiten der Münsteraner Sandtrockenrasens zählt sicherlich die Feldgrille, eine stattliche Heuschrecke, die vor allem mit dem unermüdlichen Zirpen der die Weibchen anlockenden Männchen auf sich aufmerksam macht. Die Sänger selbst sind indes nur selten zu sehen und verkriechen sich bei geringsten Störungen in ihre selbst gegrabenen Röhren. Einst im Stadtgebiet weit verbreitet, sind bis auf die Hohe Ward südlich von Münster- Hiltrup alle ehemaligen Feldgrillenvorkommen erloschen. Die nächsten Vorkommen sind aus dem Raum Bielefeld / Senne und aus den Borkenbergen bei Haltern bekannt.

Ihrer Seltenheit wegen und als Leitart der Trockenrasen und Sandheiden und nicht zuletzt auch wegen ihrer auffälligen Erscheinung ist sie eine Zielart des Naturschutzes geworden: Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Feldgrille kommen der gesamten gefährdeten Lebensgemeinschaft offener Sandlebensräume zugute. Aus diesem Grunde wurde die Feldgrille zum "Insekt des Jahres 2003" gewählt. Nach mehrjährigem Vorlauf und wiederholten Populationsuntersuchungen hat die NABU-Naturschutzstation in 2004 ein Artenschutzprojekt Feldgrille gestartet.

 

Männliche Feldgrille vor einer selbst gegrabenen Höhle. Bei Exkursionen sehr beliebt: Das "Grillenkitzeln". Mit einem Grashalm lassen sich die Tiere aus ihren Höhlen "kitzeln".

Unter wissenschaftlicher Begleitung werden gezielt Pflege- und Optimierungsmaßnahmen durchgeführt. Vorrangiges Ziel ist die Erhaltung der besiedelten Habitate, darüber hinaus aber auch die Entwicklung weiterer Sandtrockenrasenflächen. Neben den Maßnahmen zur Verbesserung der Überlebensbedingungen in der Hohen Ward werden auch Möglichkeiten der Ansiedlung auf geeigneten, wegen der isolierten Lage auf natürlichem Wege aber nicht zu besiedelnden Standorten geprüft. Als erster Versuch wurden im Sommer 2004 über 2000, in Terrarien mit Erfolg aufgezogene Larven in einem Magerrasengebiet der Stadtwerke Münster bei Münster-Gelmer ausgesetzt. Bereits wenige Wochen später wurden zahlreiche von den Tieren selbst gegrabene Höhlen entdeckt.

Begleitet wird das Projekt durch eine rege Öffentlichkeitsarbeit. Höhepunkte sind hier sicherlich die vom NABU organisierten Konzertabende der mittlerweile als "Hiltruper Philharmoniker" bekannten Musiker. Dank der eingeleiteten Naturschutzmaßnahmen ist der NABU voller Optimismus, dass das Grillenzirpen in der Hohen Ward auch in Zukunft nicht verstummt.

Abb. links: Verbreitung der Feldgrille in NRW (Stand 2003).
Abb. unten: Verbreitung der Feldgrille in der Hohen Ward/Münster (rote Punkte = rufende Männchen).




 




 

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