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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

Bankverbindung:
Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 400 501 50
Konto-Nr. 26 00 52 15

IBAN DE 41 4005 0150 00 26 00 5215
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Fit für den Klimawandel

Stabile Wälder im Münsterland - Projekt Waldklimafonds

Sturm, Trockenheit und Starkregen – von den Auswirkungen des Klimawandels sind unsere Wälder besonders betroffen, sollen sie doch vielen Pflanzen- und Tierarten ein Zuhause und zukünftigen Generationen ein Einkommen bieten. Daher ist es wichtig, Wälder fit für den Klimawandel zu machen. Genau das ist das Ziel des Projektes "Fit für den Klimawandel - Maßnahmen für eine nachhaltige, naturnahe Anpassung feuchter Wälder im Münsterland", das am 7. März 2014 von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär des NRW-Umweltministeriums, auf Haus Heidhorn in Münster offiziell eröffnet wurde.

Die NABU-Naturschutzstation Münsterland wird gemeinsam mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW Maßnahmen für eine nachhaltige, naturnahe Anpassung feuchter Wälder an Klimaveränderungen entwickeln und umsetzen. Der größte Teil der insgesamt 3,3 Mio € Projektförderung wird von den Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Waldklimafonds bereitgestellt. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit 10 % an den Kosten, der NABU Deutschland übernimmt einen Eigenanteil von einem Prozent.

Südlich von Münster erstreckt sich über mehr als 20 km ein Band aus überwiegend feuchten Wäldern mit hohem Eichenanteil. Die wichtigsten Teilflächen sind die Davert und der Wolbecker Tiergarten, die bereits als europäische Natura 2000- und Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Aber auch angrenzende Waldflächen wie die Hohe Ward sollen auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden. Seit Jahrhunderten haben entwässernde Maßnahmen dafür gesorgt, dass die oft sumpfigen Wälder überhaupt genutzt werden konnten.


Bis 2016 sollen Optimierungen des Bodenwasserhaushaltes die Anpassung der Wälder an den Klimawandel ermöglichen, um vitale Waldbestände und gesunde Bäume zu erhalten. Die dauerhafte Sicherung von Tot- und Altholz sowie Aufforstungen dienen weiterhin der Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid. Auch soll ein entwässertes Hochmoor reaktiviert werden, was sich ebenfalls günstig auf die CO2-Haushalt auswirkt.
„Im Rahmen des Projektes bieten wir privaten Waldbesitzern an, ihre Bestände auf den Klimawandel vorzubereiten, und das auf freiwilliger Basis“, streicht Dr. Britta Linnemann, Geschäftsführerin der NABU-Naturschutzstation Münsterland heraus. In Kooperation mit dem Landesbetriebs Wald und Holz NRW soll eine Beratung der Waldbesitzer stattfinden. Angemessene Entschädigungsleistungen, z.B. bei der dauerhaften Sicherung von Altholz, stehen zur Verfügung. „Die Modellhaftigkeit des Projektes erlaubt es, die gewonnenen Ergebnisse auf vergleichbare Standorte zu übertragen,“ so Linnemann weiter.

Die geplanten Maßnahmen sind gleichzeitig geeignet, die Natürlichkeit der Wälder zu erhalten und zu erhöhen. In den Wäldern südlich von Münster lebt eine Vielzahl typischer Arten von Eichenwäldern, die anderenorts selten geworden oder ganz verschwunden sind. So findet in der Davert die landesweit größte Population von Mittelspechten ein Zuhause, außerdem bewohnen zahlreiche Fledermausarten und der Feuersalamander die weitläufigen Wälder. Die Information der Öffentlichkeit zum Thema Wald im Klimawandel sind ebenso wie die Einrichtung von bundesweit bedeutenden Referenzflächen weitere Bestandteile des Projektes, das durch das Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster wissenschaftlich begleitet wird.

- Bericht von der Auftaktveranstaltung

- Medienecho auf die Auftaktverstaltung

    







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