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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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48165 Münster

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Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

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Erlebbarer Obstwiesenschutz im Münsterland

Neues Projekt der NABU-Naturschutzstation Münsterland und der FH Münster mit zahlreichen Kooperationspartnern

Streuobstbestände zählen seit Jahrhunderten zu den landschaftsprägenden Elementen des Münsterlandes. Die Obstbäume an den Wegesrändern werten die Kulturlandschaft des Münsterlandes auf und begeistern die Besucher im Frühjahr mit ihrer farbigen Blütenpracht, spenden im Sommer Schatten und bieten im Herbst Obst und eine Möglichkeit, regionale Spezialitäten aus heimischen Früchten herzustellen. Die Obstbestände sind sehr beliebt bei den Fahrradtouristen und tragen so in gewisser Weise zur Stärkung des Fahrradtourismus der Region bei.

„Erlebbarer Obstwiesenschutz im Münsterland“ ist ein neues Projekt der NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. und der FH Münster mit zahlreichen Kooperationspartnern vor Ort. In den nächsten drei Jahren sollen zwischen der Stromberger Schweiz im Kreis Warendorf, die für den Pflaumenanbau europaweit bekannt ist, und dem Kirschanbaugebiet am Teutoburger Wald bei Hagen, ausgewählte Obstwiesen und –alleen entlang einer touristisch interessanten Radroute auf dem vorhandenen Radwegenetz präsentiert und innovativ erlebbar gemacht werden.

Ausgewählt werden begehbare Obstbestände mit alten und regionalen Sorten, so dass ein dezentraler Obstwiesenlehrpfad entsteht und medial transportiert werden kann. Diese sollen mit Informationstafeln, Sortenschildern und Flyern versehen werden. Der ökologische und kulturelle Wert von Streuobstwiesen soll dadurch für eine breite Öffentlichkeit erfahrbar gemacht werden.

Fahrradroute

Die im Rahmen des Projektes geplante Fahrradradroute verläuft überwiegend auf dem ausgeschilderten Radwegenetz und wird auch über eine Fahrrad-App zu erkunden sein, die von der FH Münster entwickelt wird.

Blühende Birnenbäume (Foto: Norbert Menke)

Auf der Route liegt ein Teil der Wiesen an Gasthöfen, Hofläden und Übernachtungsbetrieben, die das Obst ihrer Wiesen bereits anbieten und daraus regionale Spezialitäten herstellen. Ob Saft aus Dülmener Herbstrosenapfel, Kuchen aus der Westfälischen Winterköttelbirne oder Leckereien aus der europaweit geschützten Stromberger Zwetschge, alles sind lokale Spezialitäten, die es nur vor Ort im Münsterland gibt. Diese lokalen Spezialitäten sind ein Alleinstellungsmerkmal des Münsterlandes und aufgrund ihrer Attraktivität überregional von Interesse. Aufbereitet in einer Fahrradroute oder bei kulinarischen Events wird ein wichtiges Kulturlandschaftselement Westfalens und des Münsterlandes genussvoll präsentiert. 

Regionale und lokale Obstsorten und -produkte

Alte Obstsorten sind aus naturschutzfachlicher, regional-wirtschaftlicher, heimatkundlicher und medizinischer (Ernährung, Allergien) Sicht von besonderer Bedeutung. Im Münsterland existieren zahlreiche regionale und lokale Obstsorten, wie die Stromberger Zwetschge, der Westfälischer Gülderling oder der Westfälische Frühapfel, die als kulturelles und natürliches Erbe der Region zu sehen sind.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere lokale Sorten, von denen stellenweise nur noch Einzelbäume existieren. Um diese Sortenvielfalt zu erhalten, werden Edelreiser dieser Obstbäume veredelt und sollen später in verschiedenen Obst-Sortengärten präsentiert werden.

Zusammen mit den Akteuren vor Ort sollen besondere Obstspezialitäten entwickelt und eine Vermarktungsstrategie für die besonderen Spezialitäten der Region entwickelt werden, so dass die Gäste des Münsterlandes die kulinarischen Besonderheiten der Region kennen lernen und mit nach Hause nehmen können. Säfte und Liköre aus dem Münsterländer Borsdorfer, Birnenkraut aus der Zuckerbirne aus Hoetmar oder Trockenobst aus der Westfälischen Glockenbirne „Kuhfuß“ sind nicht nur köstlich sondern auch eine schöne Erinnerung aus dem Münsterland.

Obstbaumwarte

Im Rahmen des Projektes sollen auch „Obstbaumwarte“ ausgebildet werden, die sich später vor Ort um die Obstbestände kümmern. Obstbaumwarte hatten früher eine große Tradition im Münsterland und bis in die 1960er Jahre wurden sie u.a. im Kreislehrgarten im Kreis Steinfurt ausgebildet. Im Rahmen der Ausbildung werden neben Pflege, Pflanzung und Sortenbestimmung auch Themen wie Verwertung und Vermarktung des Obstes sowie ökologische Bedeutung von Streuobstwiesen und Artenschutz behandelt. Darüber hinaus wird auch beraten, wie man die Themen Streuobstwiesen und Obstsorten pädagogisch für Besucher, Schulklassen und andere Gruppen aufbereiten kann.   

Ernte auf der Obstwiese (Foto: Christiane De Jong)

Das Projekt, das vom 01.11.2017 – 31.10.2020 läuft, wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (EFRE NRW 2014-2020).

Streuobstwiesen prägen die Münsterländer Parklandschaft (Foto: Klaus Schulte)







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